Protokoll des Treffens am 1.12.2010

December 5th, 2010

I. Berichte:
Beim letzten Treffen waren 12-15 Leute da. Vorschlag für 2 Gruppen: 1. Inhaltliche Diskussion um und um zu Bildung. 2. Aktionen organisieren. Die inhaltliche Gruppe trifft sich Montags.
Die aktionistischen Bestrebungen könnten vielleicht in ein Infoblatt münden, die die Studierendenschaft über vieles in der Bildungsprotestwelt informieren könnte. Auch öffentlichkeitswirksame Aktionen könnten hier organisiert werden. ‘Projektgruppe Öffentlichkeitsarbeit’
Diese Gruppe braucht allerdings noch Leute, die dazu Lust und Zeit hätten.

IIa. Wie gehts weiter?
Es wurde angeregt, 1. den Blickwinkel auf die prekären Beschäftigungsverhältnisse der Uni zu richten (weiß jemand, was die Gruppe während des Bildungsprotestes erarbeitet hat?) und 2. die Ergebnisse der Änderungen in den einzelnen Fakultäten zusammenzutragen.

IIb. Strukturen

1. Das Treffen sollte regelmäßig am Mittwoch um 16 Uhr stattfinden, als ein Ort der Koordination und eventuellen Rücksprache. Vielleicht könnte man die Treffen unter zielgerichteten Themen stattfinden lasse.

2. Ein Infostand könnte die Studierendenschaft über unsere Tätigkeiten informieren.

3. ‘Resetting’ von OL-Brennt zwecks besserer Übersichtlichkeit? Alte Sachen raus, aktuelle Diskussionen rein?

III. Worum gehts hier eigentlich?
Wie kriegen wir es hin den Protest lebendig zu halten? Wie machen wir es eventuellen neuen Leuten zugänglich? Was wären Themen, hinter denen man sich gemeinsam versammeln könnte?
Dazu ein Brainstorming, was an dieser Uni immernoch alles falsch läuft: (Stichpunktartig zusammengefasst)

- allgemeiner Perfektionismus. “Ich muss mehr, ich muss besser”
- mehr individuelle Bildung (z.B. freie Module)
- Uni sollte kein Ort der Wissenseintrichterung sein
- prekäre Beschäftigungsverhältnisse
- immernoch zu hohe Arbeitsbelastung auf allen Seiten
- Bildungsgebühren
- European Medical School kommt und zieht überall Gelder ab
- studentische Selbstverwaltung geht den Bach runter
- Regelstudienzeit verlängern, Bafög erhöhen
- psychosoziale Beratung ist nicht so gut wie ihr ruf
- die Mensa sollte ihre Essen besser deklarieren (vegan, glutenfrei, etc.)
- das Semesterticket ist für manche schlecht eingeteilt

IV. nächstes Treffen Mittwoch um 16 Uhr in der AStA-Sitzecke

(da es im Audimax gerade zu kalt ist, brrrr). Es wäre schön, wenn sich wieder ein paar mehr einfinden würden. Auch dieses mal waren wir zu zehnt.

Hoffe ich hab alles einigermaßen richtig dargestellt. Ich poste dat hier auch bei OL-Brennt. Ach und die Zugangsdaten dafür sollten NICHT über Mailverteiler gehen.

Liebe Grüße und einen schönen Sonntag noch.

Sebastian

Achtung: neuer Ort für Treffen

November 24th, 2010

Der Ort des Treffens ist der BIS-Saal.

Mittwoch, 24.11. 14 Uhr BIS-Saal

Rückblick Plenum Oldenburg und was sonst so passiert

November 18th, 2010

Am 17.11.2010 um 14 Uhr  trafen sich ca 60 Studenten im oldenburger Audimax, um über die Zukunft der Oldenburger Bildungsproteste zu reden und die nächsten Aktionen zu planen. Nach einem Überblick über die im letzten Wintersemester aufgestellten Forderungen und die Umsetzung dieser in den Fakultäten, wurde überlegt, wie es in Oldenburg weitergehen sollte. Zunächst einmal ist festzustellen das durch die Proteste viele Veränderungen des Studiums durchgesetzt wurden. Auch haben viele Fakultäten diese umgesetzt. Aber einige Fächer bestitzen noch immer Studienbedingungen die den Beschlüßen des Senats zuwiederlaufen. Auch wurden einige Forderungen nur halbherzig oder nur mit schlechtem Ergebniss umgesetzt. Dazu wird es bald weiter Infos geben.

Für die weitere Arbeit wurde ein neues Treffen verabredet. Am Mittwoch den 24.11. um 14 Uhr im A 14 Foyer.

Schon am 16.11. gab es in Rosenheim den ersten Bildungsstreik. Es nahmen 350 Schüler teil. Noch nen bischen wenig aber fürs erste Mal ^^

In  Osnabrück gab es einen Schulstreik mit ca. 500 Schülern. Dies demonstrieten durch die Innenstadt und besetzten zeitweise eine Kreuzung.

An der Sussex University (UK) besetzten ca 200 Studenten einen großen Saal der Universität. Sie protestieren damit gegen die massiven Erhöhungen der Studiengebühren in Großbritannien.

Auch gibt es ein neues Mobi-Video der Global Wave of Action for Education:

http://www.youtube.com/watch?v=aa4ATjiSWO4&feature=player_embedded

http://www.emancipating-education-for-all.org/

Bildungsprotest-Versammlung

November 10th, 2010

Bist Du zufrieden?

Jede/r Studierende zahlt 500 Euro Studiengebühren pro Semester. Diese Gebühren verwehren breiten Schichten der Gesellschaft den Zugang zu universitärer Bildung oder schrecken davor ab. Wir fordern die Abschaffung dieser unsozialen Gebühren.

Trotz des Versprechens, dass sich mit diesen Gebühren die Studiensituation verbessern werde, ist die Lehrqualität noch immer mies. Dies fängt damit an, dass die Lehrräume schlecht ausgestattet sind. Viele Veranstaltungen sind überfüllt und besitzen deshalb eine schlechte Lehrqualität.

Im letzten Wintersemester hat der Senat in Folge der Besetzung des Hörsaalzentrums A14 Veränderungen zur Verbesserung der Studienbedingungen beschlossen. Nun ist es an uns, zu überprüfen, ob diese Veränderungen in den Studiengängen umgesetzt werden.

Noch zufrieden? Oder biste schon stinkwütend?

Open Space 17.11.2010

14 Uhr A14

Berlin: Aufruf zum Schulstreik am 26.11.

November 10th, 2010

Am 26.November will die Bundesregierung ihr sogenanntes “Sparpaket” im Bundestag zur Abstimmung stellen. Gestrichen wird natürlich vor allem im
Sozialen Bereich. Damit wollen CDU und FDP die Kosten für die
milliardenschweren Rettungspakete für Banken und Konzerne und die
Finanzspritzen zur Stabilisierung des Euro endgültig auf den Schultern der
Lohnabhänigen, Rentnern, Schülern und Studierenden abladen. Diese
Sparpaket stellt einen weiteren umfassenden Angriff der Politik und der
Wirtschaft auf die Lebensbedingungen der überwiegenden Mehrheit der
Bevölkerung dar, auch auf uns Jugendliche! Doch gegen diese Sozialpolitik
der Herrschenden formiert sich auch Widerstand.

Schulstreik gegen das Sparpaket! 26.11. || 10 Uhr || Potsdamer Platz

Verschiedene von der Sozialpolitik der Regierung betroffenen Gruppen und
ein breites Bündnis aus Erwerbsloseninitiativen, Gewerkschaften, linken
Gruppen, Anti-Atom-Aktivisten und Gegnern des Bauprojekts „Stuttgart 21“
rufen dazu auf sich an am 26. November vor dem Bundestag zu ziehen und der
Regierung die „rote Karte“ zu zeigen.

Um sich dem breiten Protest gegen die unsozialen Kürzungen zu stärken,
rufen Schüler_innen an diesem Tag zu einem Berlinweiten Schulstreik auf.
Damit wollen wir an die Schul- und Bildungsstreiks der vergangenen Jahre
anknüpfen und den massenhaften Widerstand der Jugendlichen dorthin tragen
wo gegen unsere Zukunft entschieden wird: vor den deutschen Bundestag!

Ein großer Teil dieses Sparpakets betrifft auch uns Jugendliche und
Schüler. Das Streichen von Elterngeld, Heizkostenzuschuss, Industrieboden und
Rentenzuschüssen für Hartz IV Empfänger_innen bedeutet, dass die
betroffenen Familien jetzt mit noch weniger Geld auskommen müssen, als
vorher. Auch viele Jugendliche werden darunter zu leiden haben. Die
meisten Schüler_innen wissen aus Erfahrung, dass es mit der sozialen
Durchlässigkeit im Schulsystem ohnehin nicht so gut bestellt ist. Grade in
ärmeren Haushalten drückt jedes neu-anzuschaffende Buch und jeder
Schulausflug auf den Geldbeutel. Wenn das Kind dann auch noch in der
Schule abgehängt wird und Nachhilfe benötigt wird es richtig teuer.

Deswegen sollte es ein Anliegen aller Schüler_innen sich gegen das
Sparpaket zu wehren. Zu gut kennen wir die Phrasen, dass kein Geld für
Schule oder Soziales da sei. Aber über Nacht waren plötzlich 500 Milliarden
Euro da, um die von der Krise betroffenen Banken und Konzerne zu retten.
In dieser Gesellschaft zählen die Profitinteressen der Privatwirtschaft
leider mehr als die Bedürnfisse und Bildungschancen von uns Jugendlichen.
Dagegen gehen wir auf die Strasse: Denn wen die Welt eine Bank wär, hätten
sie Merkel & Co schon lange gerettet!

Der Schulstreik wird – sonst wäre es kein Streik – während der Schulzeit
stattfinden. Dies ist auch notwendig, weil nunmal während der Schulzeit
die Regierung das Sparpaket zur Abstimmung stellen wiird. Und wir wollen
unseren Protest dorthin tragen wo über uns (unsere Köpfe hinweg)
entschieden wird. Es geht also nicht darum die Schule zu schwänzen,
sondern bewusst nicht in die Schule zu gehen! Viele der Lehrer_innen, die
den Streik ablehnen, wissen gar nicht, dass auch Sien vom Sparpaket
betroffen sind. Denn die verbeamteten Lehrkräfte müssen auf die
üblicherweise vorgenommene Erhöhung des Weihnachtsgeldes ab 2011
verzichten. Versucht mit euren Lehrern über das Sparpaket und den
geplanten Schulstreik zu diskutieren und sie davon zu überzeugen das ihr
auch für ihre Interessen protestieren wollt und sie deshalb am 26.November
mal ein Auge zudrücken sollten.

Sie sagen kürzen – wir sagen stürzen!
Schulstreik am 26.November – Auf zum Bundestag!

Schülerdemonstration | 26.November | 10 Uhr | U-BHF Potsdamer Platz

http://www.schulstreik-berlin.de/archives/1017-26november-schulstreik-auf-zum-bundestag/#more-1017

Protest gegen höhere Studiengebühren in London

November 10th, 2010

Studenten stürmen Parteizentrale der Tories

Aufgebrachte Studenten haben in London bei einer Demonstration gegen Studiengebühren die Parteizentrale der regierenden konservativen Partei gestürmt. Demonstranten drangen in den Gebäudekomplex am Themseufer ein. Einigen gelang es, auf das Dach vorzudringen, wo sie Transparente entrollten. Fensterscheiben gingen zu Bruch, aus dem Demonstrationszug wurden Wurfgeschosse auf Polizisten geschleudert. Die Beamten setzten Schlagstöcke ein. Sowohl Polizisten als auch Studenten wurden verletzt.

Vor dem Parteihochhaus entzündeten Demonstranten auch ein Feuer. Hunderte Angestellte mussten nach einem Feueralarm das Gebäude räumen, in dem auch die Büros zahlreicher Firmen untergebracht sind.

Zuvor friedliche Proteste

Gewaltsamer Studentenprotest vor der Parteizentrale der Tories in London (Foto: REUTERS)

[Bildunterschrift: Wütende Studenten strümen in London die Parteizentrale der Tories. ]
Zuvor waren tausende Studierende bei einem Protestmarsch durch das Regierungsviertel gezogen. Nach Angaben der Studenten-Organisation NUS beteiligten sich 30.000 junge Leute an dem Protest. Die Polizei sprach von 9000 Teilnehmern. Es war die größte Demonstration gegen die konservativ-liberale Regierung seit Amtsantritt von Premier David Cameron im Mai.

Die Studenten brachten ihre Wut darüber zum Ausdruck, dass die Regierung den Universitäten erlauben will, bei “außergewöhnlichen Umständen” die Studiengebühren auf bis zu 9000 Pfund (rund 10.440 Euro) pro Studienjahr fast zu verdreifachen. Bisher zahlen Studierende an Universitäten in England, Wales und Nordirland bis zu 3200 Pfund pro Studienjahr. Die Gebührenanhebung soll zur Entlastung des britischen Haushalts beitragen. Insgesamt will die Regierung 81 Milliarden Pfund (rund 94 Milliarden Euro) in den kommenden vier Jahren aus dem Budget streichen, um die Rekordverschuldung des Landes einzudämmen.

Die vorgesehene Gebührenanhebung mache die Hochschulen des Landes zu “Sperrgebieten für junge Menschen aus einfachen Verhältnissen”, sagte Frances O’Grady vom Gewerkschaftsdachverband. Sollten Abgeordnete der an der Regierung beteiligten Liberaldemokratischen Partei ihr Wahlversprechen brechen und im Parlament für die Gebührenerhöhung stimmen, werde man die Aufhebung ihrer Mandate anstreben, kündigte die nationale Studentengewerkschaft an.

http://www.tagesschau.de/ausland/protestelondon102.html

Aufhör’n zu träumen! Die Uni muss brennen:

October 22nd, 2010

ACHTUNG SATIRE:

Antilopen Gang – Fick die Uni

Wien brennt! und geräumt

October 20th, 2010

Gestern fand in Wien eine große Bildungsdemo statt. Bis zu 20.000 Studenten zogen vor das Parlament. Im Anschluß wurde der Audimax der Uni Wien besetzt. Eigentlich wollte man länger bleiben, aber heute morgen wurde der Audimax von der Polizei und dem Rektorat geräumt.

Allerdings wenden sich Rektorat, Unversitätsrat, Senat und die Betriebsräte für das wissenschaftliche und das allgemeine Universitätspersonal der Universität Wien an die Politik. In einem Offenen Brief sprechen sich davon, dass “die großen Probleme der Studierendenbetreuung (…) nach wie vor nicht gelöst sind” und es eine “untragbare Belastung des gesamten Universitätspersonals” gibt, so dass die “Bildung und Ausbildung der Studierenden (…) nicht mehr nach (den) Europäischen Qualitätstandards” wahrgenommen werden können. Das heißt die Uni kann ihre Lehre nicht einmal mehr nach dem Minimum der Qualität leisten!

Homepage Bildungstreik Wien

Bericht über Demo und Besetzung

Uni-Wien

ein paar Videos:

ORF

Vollversammlung

Bildungsprotest Österreich

October 18th, 2010

Im letzten Jahr wurde der Bildungsprotest maßgeblich von den Protesten in Österreich beeinflußt. So wurde dort das Konzept der Uni-Besetzung einer breiten Öffentlichkeit bekannt und dann in zahlreichen Städten durchgeführt. Dazu ist nun ein Film entstanden:

http://www.youtube.com/watch?v=L-mcMZ_Sz7E&feature=related

Der Trailer startet allerdings mit einer sehr kurz gegriffen Kapitalismuskritik. Hauptschuld für alles ist das “globalisierte Finanzkapital”. Dies hört sehr nach ausländischen Heuschrecken, die unsere gute deutsche Wirtschaft (oder die Österreichische) kaputt machen, an. Dass Kapitalismus immer auch etwas mit Leistungszwang, Ausbeutung und Umweltzerstörung zu tun hat, wird verdrängt. Auch beim Dönerladen um die Ecke, beim Pommesmenschen in der Stadt oder beim kleinen Handwerksbetrieb auf dem Land wird meist nicht Tarif gezahlt bzw. dafür gesorgt, dass es allem Menschen gut geht.

Open Space auf 17.11. verschoben

October 18th, 2010

Angesicht des Castor-Alarms vom 6.-10. 11. im Wendland und der Rückmeldung, dass sich auch an diesen Protesten viele Studenten beteiligen, ist der Open Space auf den 17.11. verschoben worden.

OPEN SPACE:

Mittwoch  17.11.2010

14 Uhr A 14 Foyer