Stellungnahme zur Absage des “ElternCampus”

Sehr geehrte Damen und Herren,

wie durch die Pressestelle der Universität Oldenburg am heutigen Nachmittag (25.11.09) bekannt gegeben wurde, ist der „Elterncampus“ am kommenden Samstag (28.11.09) verlegt worden auf den 17.04.2010.

Betonen möchten wir, dass es nicht in unserem Interesse war und ist, den Elterncampus auf das oben genannte Datum zu verschieben. Vielmehr haben wir in dieser Veranstaltung die Chance gesehen, unserem Protest auch in diesem Rahmen Ausdruck zu verleihen. Hierfür wurden von uns verschiedene Kompromismodelle in einer Arbeitsgruppe zusammengestellt, in denen vorgesehen war, das Audimax A14 zu großen Teilen zur Verfügung zu stellen und Veranstaltungen teilweise auf andere Räumlichkeiten auszulagern (u.a. Sporthalle).

Da die Besetzung des Audimax A14 ein zentraler Aspekt unseres Protestes ist, würde die komplette Freigabe der Räumlichkeiten einen massiven Einschnitt in diesen Protest bedeuten. Unser Eigeninteresse lag darin, die Veranstaltung als Forum für einen offenen Dialog und zum Austausch zu nutzen.

Darüber hinaus wurde die Möglichkeit gesehen, auf die qualitativ schlechten Zustände der anderen Hörsäale aufmerksam zu machen, in denen täglich gelehrt und gelernt wird. Der Alltag eines Studierenden an der Carl von Ossietzky Universität wäre dadurch deutlich geworden.

In aller Form bedauern wir, dass die geplante Veranstaltung abgesagt worden ist. Daher laden wir Eltern, Interessierte und MitarbeiterInnen auch weiterhin herzlich ein, an unserem Alternativprogramm am Samstag (28.11.09) teilzunehmen und sich konstruktiv zu beteiligen.

i.A. AG Presse/Öffentlichkeit der protestierenden Studierenden

12 Responses to “Stellungnahme zur Absage des “ElternCampus””

  1. Studi Says:

    Finde ich auch sehr schade. Wichtig ist nun, das diese Information so auch bei den Leuten ankommt, nicht dass wir als Betonköppe dargestellt werden können.

  2. JG Says:

    Sollte vielleicht auch noch als Pressemitteilung an die Zeitung gehen, damit das auch der Öffentlichkeit klar wird und die positiven Stimmung nicht kippt.

  3. Cassis Says:

    Ich finde es traurig, dass die es anscheinen nicht nötig haben, ihre Studenten ernst zu nehmen und den Eltern das wirklich Bild unserer Universität zu zeigen. Ja, A 14 ist das schönste Gebäude der Uni, eines der wenigen, wo es nicht durch die Decke regnet und der Putz bröckelt. Aber aus diesem Grund wäre es falsch gewesen, zu ermöglichen, dass nur dieses das Bild ist, was die Eltern sehen. Warum kann man den Eltern nicht zumuten, A11 anzuschauen? Oder A6? Immerhin müssen wir dort jeden Tag studieren…
    Ebenso ist es wichtig, das die Eltern die Haltung des Präsidiums und die Aktivität innerhalb der Studierendenschaft mitbekommen. Gerade auch zu solchen Themen muss Stellung bezogen werden, und ich könnte mir vorstellen, dass es studentische Aktionen auch am neuen Termin geben wird.
    Es zeigt weiterhin, dass das Präsidium oder die anderen zuständigen Stellen weder flexibel, noch kooperativ sind. Ich finde das Schade.

    Ansonsten kann ich nur zustimmen, dass es wichtig wäre, dies auch an die Presse zu senden.

  4. Pressegruppe Says:

    Die Stellungnahme ist bereits an die Presse versendet worden :)

  5. BWL Student Says:

    also mal ganz ehrlich: würdet ihr als uni leitung das besetze audimax mit all seinen schnaps leichen am samstag morgen so den eltern präsentieren wollen?

  6. BWLer1 Says:

    Es geht wohl weniger um die Schnappsleichen, als um das A14 selbst. Das ganze Gebäude kann man so nunmal nicht gerade gut präsentieren mit all den Banners, die sehr an die Hausbesetzer von Hamburg erinnern.

    Ich möchte mit Hausbesetzer niemand beleidigen oder ähnliches! Mir ist diese Assoziation bloß in den Moment gekommen, als ich das A14 heute gesehen hab.

  7. E.B. Says:

    Traurig, wie unflexibel und unkooperativ “die Organisatoren” des Elterncampus reagiert haben. Eine vertane Chance zum kritischen Dialog über die Realität des Studiums, jenseits der Hochglanzfassade.

  8. @ BWL Student Says:

    Nachdenken ist die wirksamste Therapie gegen Vorurteile

  9. Jan Says:

    Die Kritik an den Gebäuden kann ich so auch nicht nachvollziehen. A6 oder A 1-4 sind zwar hässliche Betonklötze, sie sind aber funktional und auch nicht sonderlich heruntergekommen. Da sehen die meisten Schulen in Deutschland wesentlich schlimmer aus.

    Ich finds auch schade, dass der Elterncampus abgesagt wurde. Total unangebracht finde ich jedoch die Schlagzeile in der NWZ, aber nunja.

  10. BWL Student Says:

    sie sind deshalb heruntergekommen, weil die besetzer nicht gerade sorgsam mit ihnen umgehen. alles zugeklappt mit bannern, plakaten, aufklebern, etc und pp
    sieht aus wie im schweinestall

  11. Erich Honecker Says:

    Liebe Gemeinde,

    worin soll der Sinn liegen, wenn ihr euch daran macht und den Hörsaalkomplex A14 auch am Wochenende besetzt? Zumal der ElternCampus geschaffen wurde, um Werbung zu machen. Werbung für die Uni, damit Eltern mobilisiert werden, ihre Kinder hierher zu schicken. Und was macht ihr daraus? Ein Freudenfest der Demonstranten und Protestanten, die spielenderweise ihre (teilweise berechtigten, teilweise nicht nachvollziehbaren) Forderungen durchsetzen möchten.

    Sucht euch einen anderen Ort, um euren Willen und eure Forderungen zu zeigen! Wie wäre es mit dem Büro von Herrn Schünemann? Oder Herrn Wulff?

    Es grüßt herzlich,
    Erich

  12. Weltenwanderer Says:

    @BWL-Student:
    immer ruhig mit den jungen Pferden – hast du dich mal an anderen Unis umgesehen? Die Art und Weise, wie A14 von den Oldenburgern genutzt wird, ist sehr zurückhaltend und pflegsam. Mit gesundem Menschenverstand ist erkennbar, dass die “Schäden” (wenn wir sie so bezeichnen wollen) relativ leicht reparabel und umkehrbar sind. Es mag ein wenig unsortiert und chaotisch sein, ein “Schweinestall” ist es aber sicher nicht. Sicherlich herrscht BEdarf an Aufräumarbeiten, wenn irgendwann wieder ein Normalzustand hergestellt werden soll. Aber es beschränkt sich auf “Aufräumarbeiten”.
    Ich war gestern an der Uni Bremen, dort herrschen Umstände, die deutlich näher an “Schweinestall” grenzen – dort haben die Portestaktionen nämlich soweit gereicht, das bleibende Schäden am Gebäude vorgenommen wurden (Edding auf Wänden, danke an die Wirtschaft, die Maler wirds freuen, Farbe in den Teppichböden). Ganz davon ab, dass die Bremer mit deutlich aggresiveren Parolen und Tönen vorgehen.

    Vielleicht nicht immer aus dem eigenen Unmut posten, sondern erst einmal mit einem halbwegs sachlichen Verstand an die Sache rangehen. Als angehender BWL’er kannst du gerne mal kalkulieren, was schlimmer ist: vermutlich komplettes Neustreichen eines Gebäudes (GW2) und Austauschen von ca. 75% der Teppichböden inkl.- neuem Material und Neuverlegung (für Bremen) oder eine reine Putzaktion (+evtl. Kleinstarbeiten, die ich kommen sehe) für Oldenburg. Ich habe diese Rechnung zwar noch nicht aufgemacht, bin mir aber seit meinem Besuch in Bremen gestern sicher, dass die Oldenburger Protestaktion deutlich kontruktiver verläuft, als sie sein könnte!
    -> Dafür übrigens ein großes Lob an die A-14 Bewohner!

    @Elterncampusbeschwerden:
    Ich finde es durchaus nachvollziehbar, kann aber dem Unmut nicht folgen? Wenn Eltern für dieses Wochenende nach OL kommen, dann nehmt sie bei der Hand, bringt sie nach A14. Gerade in den normalen Seminarräumen und Hörsälen sieht es meiner Meinung nach nicht deutlich schlimmer aus als vorher – außerdem wird – meiner bisherigen ERfahrung nach- jeder der “Besatzer” gerne und ausführlich mit euren Eltern über die Räumlichkeiten und die Situation diskutieren. Ich wette, ihr könnt sogar eine Führung kriegen, die 100mal besser (und vor allem ehrlicher zeigend) ist als jede Führung, die auf dem normalen ElternCampus stattgefunden hätte.
    Niemand hat A14 zur Sperrzone erklärt! es ist gerade in dieser Ankündigung doch klar ersichtlich, dass die “Besatzer” einen offenen Umgang pflegen (und jeder, der sich eine sachliche Meinung zum Protest gebildet hat, d.h. u.a. auch A14 besucht hat und mit den Leuten dort gesprochen hat) wird das bestätigen!

    Liebe Grüße!