Gedanken einer Schülerin

Wednesday, November 25th, 2009

Liebe Mitgefangene des Systems!
Seit Donnerstag, dem 19.11.2009 ist die Oldenburger Uni besetzt. 600 Demonstranten und Demonstrantinnen gingen auf die Straße um ein Zeichen zu setzen. Ein Zeichen der Unzufriedenheit und des Widerstandes, denn die ungerechte und kapitalistische Bildungsgesellschaft macht sich bei allen Betroffenen bemerkbar: bei SchülerInnen, LehrerInnen sowie StudentInnen und ProfessorInnen.
Zu kleine Klassenräume mit zu vielen SchülerInnen mit zum Teil überforderten LehrerInnen als Autoritätspersonen machen das Schulleben unzumutbar. Aber das wisst ihr sicher schon, schließlich erlebt ihr es selber Tag für Tag.
Diese Bedingungen schreien geradezu nach einer Reaktion. Diese Reaktion sei euch selbst überlassen. Ob ihr euch nun den Studierenden anschließt, oder selbst zeigt, wie sehr euch der ganze Dreck zum Hals steht.
Macht euch stark für euch selbst und andere!

Zur Aktion:
Natürlich fragt ihr euch jetzt, warum ihr eine nicht selbst organisierte Aktion unterstützen sollt, dessen Sinn ihr evtl. nicht einmal versteht. Die „Bildungsmüll-Aktion“ ist nach einer spontanen Idee heraus entstanden. Mit dieser Aktion soll zum Ausdruck gebracht werden, wie groß die Töne sind, welche die PolitikerInnen in Sachen Bildung andauernd spucken und wie wenig wir, SchülerInnen und damit eine der wichtigsten Gruppen im Bereich Bildung, davon profitieren. Das Gegenteil ist der Fall. Lernmittelkosten, Leistungsdruck, Konkurrenzdenken, Turboabitur sind nur wenige von vielen Folgen der herrschenden Bildungspolitik.
Wir sollen die Zukunft sein?
Dann gebt uns die Chance, eine Zukunft zu gestalten, frei von bildungskapitalistischen Werten, frei von Konkurrenzdenken und all dem momentan herrschenden Schrott, damit wir uns nicht als missachtete und wertlose Menschen fühlen, eben wie Müll.
Viele SchülerInnen fühlen sich nämlich als eben dies, als „Bildungsmüll“, wofür die Müllsäcke der heutigen Aktion stehen. Wir stellen uns dar, wie wir uns wahrnehmen und wie wir nicht wahrgenommen werden wollen!
Diese Aktion ist freiwillig, unterstützt sie wenn ihr wollt, fühlt euch auf gar keinen Fall gezwungen.

Wir wollen kein Bildungsmüll sein!

Wednesday, November 25th, 2009

Am 24. November sind Schülerinnen und Schüler der Helenge-Lange-Schule in Oldenburg mit Müllsäcken zur Schule gekommen. Die „Bildungsmüll-Aktion“ ist aus einer spontanen Idee heraus entstanden. Mit dieser Aktion soll zum Ausdruck gebracht werden, wie groß die Versprechungen sind, welche die Politikerinnen und Politiker zum Thema Bildung machen. Doch eine der wichtigsten Gruppen im Bereich Bildung, die Schülerinnen und Schüler, profitieren wenig davon.
Sie beklagen sich über Lernmittelkosten, Leistungsdruck, Konkurrenzdenken und vor allem über das Turboabitur. Die Schülerinnen und Schüler sehen diese als Resultate der herrschenden Bildungspolitik.
Sie fordern eine Chance ihre eigene Zukunft mitzugestalten, frei von bildungskapitalistischen Werten und frei von Konkurrenzdenken.
Insbesondere wollen sie sich nicht als missachtete und wertlose Menschen, eben wie Müll fühlen, denn viele Schülerinnen und Schüler fühlen sich als „Bildungsmüll“, wofür die Müllsäcke der Aktion stehen. Sie stellen sich da, wie sie wahrgenommen werden und nicht, wie sie wahrgenommen werden wollen.


Fotos & Artikel: Moritz Richter